Bisher waren Körperschaften grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit. Dies galt auch für Kirchengemeinden und die Fonde. Ausnahmen gab es nur für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe wie zum Beispiel Photovoltaikanlagen. Dort konnte gewählt werden, ob Umsatzsteuerpflicht oder Umsatzsteuerfreiheit vorliegen soll.

Durch eine Gesetzesänderung werden ab dem 01. Januar 2017 alle Körperschaften umsatzsteuerpflichtig. Das heißt dass auch Kirchengemeinden und Fonde für viele ihrer Umsätze Umsatzsteuer abführen müssten. Allerdings gibt es eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020. Bis dahin können die Kirchengemeinden und Kirchenfonde weiterhin eine Umsatzsteuerbefreiung beantragen. Ab dem 01. Januar 2021 tritt dann aber definitiv die Umsatzsteuerpflicht ein.

In Absprache mit dem Erzbischöflichen Ordinariat empfehlen wir allen Kirchengemeinden, die Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020 zu nutzen und bis dahin weiterhin Umsatzsteuerfreiheit zu beantragen. Die Anträge müssen bis zum 31. Dezember 2016 dem jeweiligen Finanzamt vorgelegt werden. Wir schicken in den nächsten Tagen diese Anträge an die Pfarrbüros mit der Bitte, sie so schnell wie möglich unterschrieben an uns zurück zu geben.

Für Fotovoltaikanlagen als wirtschaftliche Geschäftsbetriebe gilt die momentanen Regelungen hinsichtlich der Umsatzsteuer weiter.